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Advent - Hausgebet

Advent - Hausgebet
Datum:
Termin: 1.12.24 - 22.12.24
Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Familien,
liebe Kinder und Jugendliche!

„Hoffentlich geht das gut!“, wahrscheinlich gibt es niemanden, die oder der diesen Stoßseufzer noch nicht ausgesprochen hat. Gelegenheiten dazu las-sen sich im Alltag viele finden, vor einer Prüfung, vor einem medizinischen Eingriff, vor einer Reise oder einem neuen Lebensabschnitt. Kleine und große Ereignisse, von denen wir hoffen, dass sie einen guten Ausgang haben werden. Das sind un-sere alltäglichen Hoffnungen, mit denen jede und jeder von uns durch das Leben geht. Mit Hoffnung durchs Leben zu gehen, heißt positiv nach vorne zu blicken. Menschen, die hoffnungsvoll durchs Leben gehen, wissen aber auch, dass sich Hoffnungen nicht einfach so erfüllen. Es braucht schon auch das eigene Zutun.

Von großen und kleinen Hoffnungen erzählen auch die biblischen Geschichten und Texte, die uns im Advent begegnen. Sie erzählen von der Hoffnung auf Licht, das durch das Dunkel des Leids hindurch scheint, von der Hoffnung auf Frieden, im Kleinen wie im Großen. Diese Hoffnungen verdichten sich im ersehnten Erscheinen von Jesus von Nazaret, dem Retter, Erlöser und Heiland. Biblische Hoff-nungen, die wir auch heute nur allzu gut verstehen und nachfühlen können.

Das alltägliche Hoffen und das Hoffen im Glauben sind sich ganz nah. Hoffen macht stark und ausdau¬ernd, auch wenn sich nicht jede Hoffnung erfüllt. Der Apostel Paulus bringt das wunderbar ins Wort, wenn er vom Hoffen wider alle Hoffnung spricht. (Röm 4,18)

Das kommende Jahr 2025 ist ein von Papst Franziskus ausgerufenes Heiliges Jahr und steht unter dem schönen Motto „Pilger der Hoffnung“. Es ist eine Einladung an uns alle, den Hoffnungen im Leben und Glauben nachzuspüren. Es ist die Einladung, selbst zu Pilgerinnen und Pilgern der Hoffnung zu werden. - Advent ist Hoffnungszeit!

Mögen Sie und Euch die Gedanken, Texte und Ge-bete des diesjährigen Hausgebetes ein wenig auf diese heilsame Spur führen. Mögen Sie wir alle zu Hoffenden wider alle Hoffnung werden – Schritt für Schritt.

Ich grüße Sie und Euch und wünsche Ihnen viele hoffnungsvolle Momente, zudem eine lichtvolle, gnadenreiche und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr und Euer

Herwig Gössl

Erzbischof von Bamberg

 

Texte unten im Anhang!