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Zeltlager in Pandemie-Zeiten? Geht das?

Zeltlager in Pandemie-Zeiten
Datum:
Veröffentlicht: 28.10.21

„Muss!“ sagte sich die Verantwortlichenrunde der Pfarrjugend Herzogenaurach und tüftelte ein Konzept aus,
um das berühmte ZELA nicht noch ein Jahr ausfallen lassen zu müssen.

So begann eine zweigleisige Planung: Ein Teil der Gruppe organisierte schonmal ein Ersatzprogramm in und um Herzogenaurach herum: Tagsüber Spiele in Kleingruppen, keine Übernachtungen und kein Kontakt zwischen den einzelnen Kleingruppen lautete hier die Devise. Der zweite Teil der Gruppe befasste sich mit der schwierigen Frage, unter welchen Bedingungen ein Zeltlager in klassischer Form umzusetzenwäre und plante auf gut Glück ein ZELA am Zeltplatz und mit Übernachtungen.
Gemeinsam mit Pfarrer Helmut Hetzel wurden Hygiene- und Veranstaltungskonzepte entwickelt und bei Landrats- und Gesundheitsamt eingereicht. Die überraschende Antwort war, dass mit 80 Kindern ein Zeltlager am Platz stattfinden kann, wenn die Coronabedingungen penibel eingehalten werden. So galt es in fünf Wochen bis zum Zeltlager-Beginn eine To-Do Liste abzuarbeiten, für welche die Pfarrjugend normalerweise ein ganzes Jahr Zeit hat.

Der Zeltplatz nahe Herbolzheim wurde festgelegt, Milch- und Wasserbauer kontaktiert, die Anmeldung durchgeführt, die Kleingruppen eingeteilt und Spiele und Programm vorbereitet. Obwohl es das Hygienekonzept nicht vorschrieb, war sich die Gruppe einig, dass alle Teilnehmenden bei Ankunft einen Antigen-Schnelltest machen sollten: Zum Glück alle negativ! Als dann alle Kinder auf dem Zeltplatz waren, begann ein Zeltlager, das schon fast „normal“ war. Sie genossen das Stückchen Normalität und Rückkehr zum Gewohnten. Passend zum Motto „Rund um die Welt“ bereisten die Kinder in einem Hochgeschwindigkeits-Heißluftballon die ganze Welt, von Asien über Südamerika und Australien bis nach Europa und Afrika. Ein Freibadbesuch und auch der nächtliche Überfall kamen zwar nicht in Frage, aber dafür gab es am Mittwoch die Möglichkeit, in einem Sportheim zu duschen und abends hatten sich die Leiterinnen und Leiter ein Programm überlegt, das den Überfall ersetzen sollte.


Alle Kinder und Leiter waren froh, dass das ZELA unter Pandemie-Bedingungen überhaupt stattfinden konnte und waren dementsprechend gut gelaunt.
Oder, wie es ein Teilnehmer am ersten Abend seinen Freunden gegenüber formulierte:

„Da kann mir einer sagen was er will, ZELA ist einfach die geilste Zeit im Jahr.“.