Radikale wird es immer geben. Aber wir müssen dafür sorgen, dass sie nicht gewinnen!


Dies ist die Botschaft, mit der Bischof Joachim Ouédraogo
im Monat der Weltmission bei missio München zu Gast war,
um über den Dialog mit dem Islam in Burkina Faso zu berichten.
Betrachten wir die Familie von Bischof Joachim - sein kleiner Bruder
ist protestantischer Pastor; er hat Cousins muslimischen Glaubens;
einige Onkel gehören der traditionellen afrikanischen Religion an;
seine Eltern waren in der Katechese, also der Verbreitung des Glaubens
und gleichzeitig der Fürsorge für Gläubige aktiv - wird deutlich,
dass dieser familiäre Faktor wesentlich zum Funktionieren des Dialogs
mit dem Islam beiträgt. Auch auf Initiativen von christlicher oder
muslimischer Seite wird der Austausch vorangetrieben – im täglichen Leben,
durch Werke und im Glauben.
Ich hatte die große Chance, Bischof Joachim durch verschiedene
Diözesen Bayerns als Schutzengel zu begleiten.
Zu den Aufgaben dieses Schutzengels gehört einerseits das Übersetzen
bei den Vorträgen, aber auch die Sicherstellung des persönlichen
Wohlbefindens des Gastes.
Nach dem Aussendungsgottesdienst in München begaben wir uns in die
Diözese Regensburg.
Der Studiennachmittag mit demTitel „Es geht doch!“ war eine besonders
interessante Erfahrung. Dabei konnten wir uns einerseits mit
Priesteramts- kandidaten austauschen, aber auch direkt mit einer
muslimischen Referentin sprechen.
Unser Programm nach dem Spendertreffen in Augsburg
führte uns in dasBistum Bamberg mit einem Besuch
in Vierzehnheiligen, einer Domführung in Bamberg,
sowie Vorträgen in Schulen und Gemeinden.
Begleitet wurden wir vom Weltkirchenreferenten
Michael Kleiner oder dem Comboni-Missionar Pater Roberto.
Besonders eindrucksvoll war die Begegnung mit einem
jungen Flüchtlingsmädchen aus Syrien, bei dem aus
Dialog Wirklichkeit wurde.
In Herzogenaurach feierte Bischof Joachim einen Gottesdienst
in St. Magdalena und berichtete danach Bürgermeister Hacker
von seiner Arbeit in Burkina Faso.
Zum Abschluss des Weltmissionsmonats Oktober fand das
große Fest in Landsberg am Lech statt, bei dem alle Gäste von
missio München noch einmal für Fragen zur Verfügung standen.
Auch wenn es manchmal anstrengend war, möchte ich die
Erfahrungen, die ich machen durfte, keinesfalls missen.
Mit dem Bischof ist eine gute Freundschaft entstanden,
so dass er mich eingeladen hat, Ostern dieses Jahr in
seiner Diözese Koudougou zu feiern.
Ich kann nur jeden ermutigen, sich für den kommenden Oktober bei missio zu
bewerben, um selbst einen Gast zu begleiten.
Dann heißt das Beispielland Äthiopien (englischsprachig).
Lukas Matzick