Zum Inhalt springen

Fränkischer Marienweg

Fränkischer Marienweg
Datum:
Veröffentlicht: 12.4.22
Der Fränkischer Marienweg verbindet 90 Marienorte in der ganzen Region.

Der Fränkische Marienweg verbindet 90 Marienorte in der ganzen Region. Und dadurch auch die Menschen. Ein dichtes Netz von Marienwallfahrtsorten durchzieht das Frankenland. Überall finden sich unzählige Madonnen an Hauswänden, Bildstöcke am Weg, Grotten in den Gärten, Kapellen in Feld und Wald. Vor einigen Jahren ist von verschiedenen Seiten der Wunsch entstanden, diesen Marienweg, der bisher vorwiegend im unterfränkischen Raum verläuft auch nach Ober- und Mittelfranken zu erweitern.

Der ober-/mittelfränkische Weg gliedert sich in eine Ave-Maria-Route (Bamberg - Frankenwald- Fränkische Schweiz) und eine Magnificat-Route (Bamberg- südliches Mittelfranken - Rothenburg - lphofen - zurück nach Bamberg), von der auch das Gebiet unseres Pfarreienverbundes in Hannberg - Weisendorf – Hammerbach – Herzogenaurach und der weiteren Strecke nach Veitsbronn berührt wird.

Hannberg – Wehrkirche Geburt Mariens

Die Entstehung der Wallfahrt liegt im Dunkeln. Der älteste Hinweis findet sich 1475. Das Gnadenbild ist im 19. Jahrhundert auf mysteriöse Weise verschwunden. Inzwischen ist es nachgewiesen, dass die Pietà, die 1891 bei der Einweihung der »St. Elisabeth-Kirche« von Hammerbach im Mittelpunkt stand, identisch ist mit dem verloren gegangenen Vesperbild der »Maria mit verschränkten Händen«.Hannberg ist eine Stätte marianischer Verehrung geblieben.

Weisendorf - Notre-Dame de Vie

Im Schloss von Weisendorf befindet sich die deutsche Niederlassung des Instituts »Notre-Dame de Vie« (»Unsere Frau vom Leben«). Das »Edith-Stein-Haus«, ein Bildungs- und Exerzitienhaus im Erzbistum Bamberg, ist der Niederlassung des Instituts angegliedert. »Notre-Dame de Vie« ist der Name einer kleinen Wallfahrtskirche in Venasque bei Avignon.

Hammerbach - Kapelle St. Elisabeth

In der neugotischen Kapelle »St. Elisabeth« von Hammerbach befindet sich eine rund 500 Jahre alte Pietà „Maria mit den verschränkten Händen“.

Der weitere markierte Weg führt von Hammerbach über die Flur nach Falkendorf und über die Hessenmühle den Michael-Kreß-Weg entlang zur Realschule/Burgstaller Weg über die Schleifmühle nach Burgstall und von dort über den Burgwald zur nächsten Station des Fränkischen Marienweges, Veitsbronn.

Kirche St. Veit, „Verlassene Mutter Gottes“

Veitsbronn im Zenngrund ist seit 1529 evangelisch. Die hoch über dem Ort gelegene gotische Wehrkirche mit reicher_ vorreformatorischer Ausstattung war schon vor der Reformation Ziel von Pilgern. Von Pfarrer Joachim Kauer wiederbelebt kommen an Christi Himmelfahrt Wallfahrer unter Leitung von Helmut Fischer in diese evangelische Kirche zur Verehrung der Mutter Gottes. Dass die Kirche dafür offenbleibt, ist ein Zeichen ökumenischer Verbundenheit.

Von Veitsbronn aus sucht der Marienweg über Zirndorf die Anbindung an den den Fränkischen Jakobusweg von Nürnberg nach Rothenburg o.d.T., der u.a. mit der Jakobsmuschel gut markiert ist.

Infos: www.fraenkischer-marienweg.de

Klaus Süß