Festgottesdienst zu Ehren des Hl. Sebastian

Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Magdalena, am Sonntag 19. Januar 2025, gedachten die Gläubigen ihres Stadtpatrons, den Hl. Sebastian. Festprediger war der ehemalige Kaplan von Herzogenaurach Dr. Nobert Jung.
Im Jahre 1496 wütete in Herzogenaurach die gefürchtete Krankheit Pest. Sie war so schrecklich und es gab viele Tote, der Stadt drohte sogar die Entvölkerung.
Die Herzogenauracher Christen suchten in ihrer immer größer werdenden Not Zuflucht beim Hl. Sebastian und erflehten seine Hilfe.
Für die Abwendung der Pest gründeten die Bürger der Stadt die „Sebastiani-Bruderschaft“ und ließen ihm zu Ehren einen Altar in der Kirche St. Magdalena errichten.
Der Hl. Sebastian wird zum Stadtpatron von Herzogenaurach.
Auch bei weiteren Pestepidemien im Jahre 1520 und 1607 hat man den Hl. Sebastian um seine Hilfe angefleht und wieder sei die Seuche auf wunderbare Weise zum Stillstand gekommen.
Seit somit 526 Jahren verehrt man in Herzogenaurach den Hl. Sebastian als Schutz- und Stadtpatron.
Bis 1968 war der 20. Januar ein hoher Feiertag in der Stadt, die Dienststellen waren geschlossen und die Kinder hatten schulfrei.
Die Verehrung des Heiligen in der Stadt und die Beteiligung an diesen Tag ließ merklich nach und schlief allmählich ein.
Erst seit der Herzogenauracher 1000-Jahr-Feier im Jahre 2002 wurde der Tag des Hl. Sebastian wieder feierlich mit einem Festgottesdienst und einer sich anschließenden Lichterprozession durch die Stadt begangen.
Dr. Norbert Jung ging In seiner Predigt auch auf die Nöte der Menschen ein. Not gibt es in jeder Generation. Aber wir Christen haben Hoffnung, die wir nicht aufgeben, dass wir durch die Gegenwart Gottes nicht allein sind. Durch diese Gegenwart schöpfen wir immer wieder Kraft und Mut um mit schwierigen Situationen umzugehen.
Gott schickt uns auch heute seinen Geist der Stärke und der Hoffnung. Vertrauen wir uns auch heute den Hl. Sebastian an.
Unsere Vorfahren durften seine Hilfe erfahren.
Hl. Sebastian du Fürsprecher in Zeiten der Not. Halte deine schützende Hand über uns und unsere Stadt.
