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Zeltlager 2023

Zeltlager 2023
Datum:
Veröffentlicht: 5.8.23
Von:
Jonas Werling
Nachwuchs-Detektive im Zeltlager

Anfang August fand wieder das Zeltlager der Pfarrjugend Herzogenaurach mit 120 Kindern statt. Organisiert wurde die Woche, vom 30. Juli bis zum 5. August 2023, von den über 40 ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern, der Verantwortlichenrunde. Das diesjährige Zeltlager fand unter dem Motto „Detektive“ statt
und die Verantwortlichenrunde hatte ein umfangreiches Detektivspiel,
den sogenannten „roten Faden“ vorbereitet.

Bei der Abfahrt am Gymnasiumsparkplatz war den Kindern noch nicht bewusst, dass sie in
der heißerwarteten Zeltlager-Woche ein Verbrechen aufdecken würden.
Denn am Zeltplatz angekommen, schien ihnen ein gewöhnliches ZELA bevorzustehen. Doch
das Detektivspiel hatte schon begonnen, ohne dass die Kinder es wussten: Ein Künstler war
angeblich während des Aufbaus gestrandet und hatte drei Zeltlager-thematische Kunstwerke
errichtet. Eine Figur aus Spaghetti – der Lager-Küche gewidmet, ein kleines Maultier aus
Mullbinden – für die Medizin am Platz und eine Süßigkeiten-Säule.

Auch nicht weiter ungewöhnlich stand am Abend des Ankunft-Tages ein ausgedehntes
Abendprogramm mit Lagerfeuer und der erste Überfall an.
Am nächsten Morgen wurde das Lager durch Sirenen geweckt:
Die Kunstwerke warenscheinbar gestohlen und das Material-Zelt geplündert worden.
Das Detektivspiel begann und die Kinder wurden in Gruppen aufgeteilt, um die Spuren der
Verdächtigen außerhalb des Lagers zu verfolgen.
Wieder am Zeltplatz angekommen hatten die Nachwuchs-Detektive alle notwendigen
Werkzeuge wiedererspielt, um den ominösen Material-Zelt-Tresor zu öffnen.
Durch die Funde im Tresor stellten sie fest, dass die Verbrecher nicht wie vermutet die
Überfäller gewesen sein konnten, sondern es sich um einen Täter oder eine Täterin aus den
Reihen der Leiterschaft handeln musste.

In den folgenden Tagen absolvierten die Kinder unterschiedliche Workshops, von Floßbau bis
Kerzenziehen, überprüften Motive, Alibis sowie Verdächtige und absolvierten eine
Nachtwanderung, bis es am Mittwoch den nächsten großen Hinweis gab: Der Täter hatte
versucht die Kunst im Königsbad in Forchheim zu verkaufen. Nichts wie hin, dem Hinweis
nachgehen.
Nachdem sich diese Fährte ins Schwimmbad als Finte des Täters herausgestellt hatte, waren
trotzdem alle froh, mal wieder wohlriechend und sauber den Ermittlungen weiter nachgehen
zu können.

Am Donnerstag deckten die kleinen Detektive im Zuge eines ausgedehnten Stationen-Spiels
eine Geheim-Gruppe innerhalb der Leiterschaft auf und entlasteten einen weiteren
Verdächtigen.
Letztendlich waren am Freitag noch zwei Verdächtige übrig. Ein Richter wurde aus der
Leiterschaft ausgewählt, doch während der Anhörung passierte etwas absolut Unerwartetes:
Der letzte Verdächtige, bei dem die sporadischen Indizien nicht für eine Anklage gereicht
hatten, knickte ein und gestand alles. Die Kunstwerke wurden an die Kinder zurückgegeben
und der Täter wurde zu vier Aufräumschichten im Materialzelt verurteilt.

Die geputzten Planen und eingerissenen Zelte ließen am Samstag schließlich nur noch auf
eines schließen: Nachdem der Fall gelöst war, neigte sich auch das Zeltlager dem Ende zu.

Die Kinder wurden abgeholt, auf dass sie nun ihren Eltern hinterherspionieren und nicht
mehr den Leitern und Leiterinnen.


Jonas Werling