Coronahilfe für Tembladera

Herzlichen Dank für ihre Spende!
Coronahilfe für Tembladera
Aus der Partnerpfarrei Tembladera in Peru erreichte die Pfarrei St. Magdalena in Herzogenaurach am 27. Mai 2021 ein Hilferuf mit der Anfrage, ob es möglich wäre, beim Kauf von lebensnotwendigem Sauerstoff behilflich zu sein. Die Covid-Sterberate lag in Peru sechsmal höher als in Deutschland und somit weltweit an der Spitze.
Ein Aufruf in der Presse und im Gemeindeblatt brachte den Riesenerfolg von ca. 32.600 €. Darunter waren beachtliche Spenden bis 10.000 €. Außerdem spendete eine Arbeitsgruppe der Mittelschule den gesamten Erlös aus ihren kunstvollen Werkstücken in Keramik und Schmiedeeisen. Diese Spendenbereitschaft war hochherzig und einmalig.
Innerhalb kürzester Zeit wurden die Spenden in zwei Raten nach Peru überwiesen und der dortige Pfarrer, Padre Segundo Alarcón, bedankte sich herzlich für solche unerwartet hohe Spenden. Sofort kaufte er den dringend erwarteten Sauerstoff für die Patienten aus seiner Gemeinde, die keine Mittel hatten, um eine Flasche mit 10 Liter für 800 € zu kaufen. (Bei uns kosten 50 Liter mit 200 bar hochkomprimierten medizinischen Sauerstoffs 379 €.) Wer in Peru nicht seinen eigenen Sauerstoff ins Krankenhaus mitbringt, kann auch nicht beatmet werden.
Bald erfuhr Padre Segundo, dass er den notwendigen Sauerstoff von seinem Kollegen, Victorino Guerra im 140 km entfernten Cajamarca zum halben Preis erwerben kann, da dieser ein großes Sauerstoff-Produktionsgerät durch Freunde aus Deutschland finanziert bekam.
Für die Schule, die Kirche, das Lokal der Armenspeisung kaufte Padre Segundo nachfüllbare Wasserbehälter mit Handwaschbecken und weitere sinnvolle Hygieneartikel. Da man in Peru eine dritte große Welle mit der Covid-Variante Lambda befürchtet, hält er einen kleinen Rest der Spende für diesen Fall vorläufig zurück.