Kirche St. Josef

Pfarrzentrum

Das Pfarrzentrum stammt aus den 20. Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Zentrum wurde zusammen mit der Kirchen in einem gemeinsamen Ensemble gebaut und diente in Niederndorf als Schule, Kindergarten, Schwesternheim sowie für Lehrerwohnungen.

Der rechte Gebäudeteil beherbergte die Schule mit 3 Klassen. Im mittleren Gebäudeteil, jetzt Pfarrsaal, wurde als Kindergarten, „Kinderbewahranstalt so der frühere Name“, verwendet. Der Kindergarten wurde von Schwestern geführt, die im mittleren Teil eine Wohnung bewohnten. Die Schwestern führten nicht nur den Kindergarten sondern kümmerten sich auch um die Krankenpflege im Dorf.

Im linken Teil des Gebäudes, was direkt an die Kirche angrenzt, befanden sich die Pfarrerwohnung, die Sakristei und das Pfarreibüro.

Nachdem die Schule und der Kindergarten bei der wachsenden Kinderzahl nicht mehr ausreichten und an einer anderen Stelle neu gebaut wurden, änderte sich auch die Verwendung des Gebäudes.

Der  Raum, der bisher vom Kindergarten genutzt wurde, verwandelte sich zum Pfarrsaal, einem Raum der von der ganzen Gemeinde jetzt genutzt werden konnte.

Heute steht das gesamte Gebäude  für Pfarreiaufgaben zur Verfügung.

Kirche

Am 11.November 1921 wurde ein Kirchenbauverein gegründet und die etwa 120 Haushaltungsvorstände des Orts hatten sich schriftlich verpflichtet 200.000 Mark zu spenden. Dabei gab jeder nach seinem Vermögen Einzelbeträge zwischen 20 Mark und 20.000 Mark. Bereits am 29.November 1921 wurde das ganze Bauvorhaben in einer von Pfarrer Müller aus Herzogenaurach einberufenen Bürgerversammlung gebilligt. Noch am selben Abend genehmigte auch der Gemeinderat den Bau und beschloss die Bildung einer Baukommission.

Als Architekt wurde Prof. Fritz Fuchsenberger aus München verpflichtet.

Die Kirche wurde dem heiligen Josef geweiht. Die Weihe der Kirche erfolgte im November 1923.

Zum 90. Weihetag wurde die St. Josef Kirche renoviert.

Am 7. Januar 2013 wurden die Arbeiten an der Pfarrkirche mit dem Ausräumen der Bänke, Figuren und Bilder usw. begonnen. Alles wurde sorgfältig abgebaut und eingelagert, so dass nach den Bauarbeiten diese ohne Schäden wieder eingebracht werden können. Die übrigen nicht verrückbaren Gegenstände wie Altar, Kanzel und Orgel wurden staubdicht eingepackt. Danach konnten wir mit den eigentlichen Vorarbeiten beginnen.
Viele der Arbeiten wurden in freiwilliger Arbeit durchgeführt.
Der Holzboden unter den Bänken musste ebenfalls ausgebaut werden, damit die Bodenheizung eingebaut werden konnte. In die Fußböden unter den Bänken sowie im Chorraum und in die Außenwand wurden Heizschlangen verlegt.
Der Innenputz über diese Höhe wurde entfernt und neu erstellt. Die Farbe an der Innenwand wurde gänzlich entfernt und neu gestrichen.
In der ersten Märzwoche 2015 wurden Beleuchtungsmöglichkeiten ausgetestet.  Die Beleuchtung der Kirche und die neue Kirchenausgestaltung musste miteinander in Einklang gebracht werden, alles sollte stimmig sein.
Es musste Alt und Neu harmonisch miteinander verbunden werden, dass die bestehenden Einrichtungen sowie die neue Glaskunst den Gottesdienstraum wie eine Einheit wirken.
Die Inspiration der Glaskünstlerin Anja Quaschinski sowie die handwerklichen Fähigkeiten der Glasbaufirma Hein-Derix aus Kevelear machten den einmaligen Eindruck unserer Kirche möglich.
Zum 90. Weihetag war die Kirche wieder fertig und konnte am 17. Nov. 2013 von Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick in einem Festgottesdienst wieder eröffnet werden.